Lernmedium.com - Lernen und Medien | LERNAUFGABENBLOG

Lernweltenkongress 2012

Freitag, 6. Juli 2012 5:22 | Autor:

 Am 13. – 15. September 2012 findet der diesjährige Lernweltenkongress in Bern am Bildungszentrum für Pflege statt.    Schwerpunkte der Veranstaltung sind diesmal „Evaluation, Metakognition und Assessment“. Unter anderem wird die Methode des Objective Structured Clinical Examination (OSCE) vorgestellt, eine Untersuchungs-und Prüfmethode, welche in den Gesundheitswissenschaften und Medizin Anwendung findet. Klinische Fertigkeiten und Kompetenzen werden in simulierten Prüfungssituationen erfasst. Neben theoretischen Einführungen werden in Workshops interaktive Arbeitsformen angeboten.

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Vodcast – Systematische Bearbeitung von Lernaufgaben.

Sonntag, 1. Juli 2012 16:02 | Autor:

Im Masterstudiengangs Bildung, Medien, eEducation an der FernUniversität Hagen, war es Aufgabe einen eigenen Podcast zu konzipieren. Zu dem Thema Lernaufgaben und deren systematische Bearbeitung ergänzt dieser Pod- bzw. Vodcast die Aufgabenbearbeitungen und Handlungsschritte sowohl in der Weiterbildung als auch beruflichen Ausbildung. […]

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Konnektivismus- Lerntheorie für das digitale Zeitalter?

Samstag, 3. März 2012 21:08 | Autor:

 

Warum brauchen wir eine Lerntheorie wo wir doch schon so viele haben?

Konnektivismus ist eine „Lerntheorie“, die sich mit Technologie und neuen Arten des Lernens beschäftigt.

 

Learning under connectivsm aspects is Network Formation: Adding new nodes, creating new neural paths“.

Angepasst an die Trends im Umgang mit Neuen Medien und Technologien und insbesondere dem Internet als „Lernmedium“ entwickelte George Siemsens und Stephen Downes eine neue Lerntheorie, die  2004 veröffentlicht wurde. Siemens stellte fest, dass die klassischen Lerntheorien nicht mehr an die neuesten Entwicklungen im Lernbereich, besonders an die Entwicklungen im Zuge von Web 2.0 angepasst sind. Erkenntnisse und Erfahrungen, die ausschlaggebend für den Lernerfolg sind, können bedingt durch eine stetig wachsende Informationsflut immer seltener komplett eigenständig durch den Lernenden gemacht werden, was bei den „traditionellen“ Lerntheorien als Maxime gilt. Wissen kann nicht länger nur als zu verinnerlichendes Gut gelten, es muss veräußerlicht werden, um Ordnung in den herrschenden Informationsfluss zu bringen. Aufgrund dieser zunehmenden Komplexität von Wissen ist es nötig, Netzwerke aus Personen und Informationen zu bilden, was heutzutage durch Technologien – Neue Medien – erleichtert wird.

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt des Konnektivismus ist das Lernen im Sinne von dialogischem Lernen. Zum propagierten statischen, textbasierten Lernen sollte ein Umdenken in Richtung prozessorientierem und dialogischem Lernen stattfinden. Der Dialog ermöglicht das Lernen und die Wissensaneignung an die sich stetig in Bewegung und Weiterentwicklung befindliche Wirklichkeit anzupassen. Es entstehen „Communities of Practice“ , persönliche Netzwerke und kollaborative Arbeitsszenarien. Dieses konnektive Lernen stellt eine Erweiterung des selbstgesteuerten Heranziehens von verschiedenen Informationsquellen dar, indem ein erhöhter Lernerfolg und eine größere Motivation dadurch erzielt wird, sich in ein bestehendes Netzwerk oder in eine bestehende Gemeinschaft zum entsprechenden Thema zu integrieren und damit das Netzwerk zu erweitern oder gar ein neues Netzwerk aufzubauen. Für Siemens stellt das Internet den Netzwerkgedanken des Konnektivismus am besten dar:“The learning is the Network“ (Siemens, 2006). Dies hat großen Einfluss auf das Knowledge Management des Individuums und bestehenden Organisationen und damit auf die Gestaltung und Entwicklung zukünftiger Lernumgebungen.
 
Ob allerdings der Konnektivismus eine Lerntheorie darstellt ist höchst umstritten. Eine der Hauptthesen des Konnektivismus besteht darin, dass sich Lernen als ein selbstorganisierter Prozess in realen und virtuellen  Netzwerken vollzieht und darin besteht Verbindungen herzustellen. Damit verlagert sich das Interesse von den innerpsychischen Abläufen einer Person, also nicht mehr nur durch eigenen Erfahrung zu lernen und Wissensinhalte zu erwerben, sondern in einer sich rasch ändernden Welt Entscheidungen zu treffen, die Verbindungen  zwischen Wissensbereichen zu erkennen und dazu in Netzwerken zu partizipieren (vgl. Moser, 2008; Bernhardt & Kirchner, 2007). Hinzu kommt, dass unser Wissen exponentiell wächst und damit auch die Art zu lernen und zu kommunizieren grundlegend verändert hat.
Dabei erfolgt Lernen im Wechselspiel zwischen Individuum und seiner Umwelt und ist damit nicht nur von der eigenen Person, sondern auch stark von ihrem Umfeld abhängig. Nur wer bedarfsgerechte Netzwerke aufbaut, kann sein Wissen immer aktuell und problemgerecht sichern.

Dabei baut die Lernkonzeption des Konnektivismus auf den Erkenntnissen von chaotischen Zuständen , komplexe Systeme und Netzwerke auf:

 
  • Chaos ist durch zunächst undurchschaubare Strukturen geprägt, deren Muster der Lerner erst erkennen muss.

  • Ein System, z. B. ein Unternehmen ist ein Ganzes, das aus Subsystemen (Abteilungen) und Elementen (Mitarbeiter, Führungskräfte) besteht . Systeme sind komplex, ändern sich durch Außenwirkung von Außen und Innen und regulieren sich selbst. Deshalb ist es notwendig, dass die Lernenden die Bedeutung einzelner Subsysteme und Elemente erkennen und Verbindungen zwischen Personen und Gemeinschaften knüpfen.

  • Netzwerke sind Verbindung zwischen verschiedenen Elementen, z. B. Menschen, Gruppen oder Computer (Kuhlmann & Sauter, 2008, S. 48).

Damit dürfte der aktive Part nicht nur bei dem, sondern bei den Lernenden liegen, die sich im besten Fall unterstützen und von den umgebenden Informationsqellen lernen.  Und nach der Auffassung des Konniktivismus ist Lernen ein selbstorganisierter Prozess, bei dem ein Lehrender prinzipiell nicht nötig zu sein scheint; allenfalls die Aufgabe hat  Netzwerke ohne Hierarchien zu ermöglichen (vgl. Reinmann, 2010, S. 5).

Literatur:

Bernhardt, Thomas; Kirchner, Marcel (2007). E-learning 2.0 im Einsatz – „Du bist der Autor!“ Vom Nutzer zum WikiBlog-Caster. Boizenburg: Hülsbusch.

Kuhlmann, Annette M.; Sauter, Werner (2008). Innovative Lernsysteme. Kompetenzentwicklung mit Blended Learning und Social Software. Springer: Berlin, Heidelberg.

Moser, Heinz (2008). Einführung in die Netzdidaktik. Lehren und Lernen in der Wissensgesellschaft. Baltmannsweiler: Schneider.

Reinmann, Gabi (2010). Didaktisches Design: Von der Lerntheorie zur Gestaltungstheorie

Siemens, George (2006): Connectivism: Learning Theory of Pasttime of the Selfamused. elearnspace – everything elearning.

 
Bildquelle:

micjan / photocase.com

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Learntec 2012

Dienstag, 20. Dezember 2011 18:10 | Autor:

Die Learntec 2012 feiert ihr 20 Jubiläum. Die Messe findet vom 31. Januar 2012 bis 02. Februar 2012 in Karlsruhe statt. Sie  verknüpft Bildung, Lernen, IT in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Außerdem informiert Sie über neueste Trends in E-learning, Mobile Learning, Serious Games und Social Media.

Immer wieder ein Besuch wert!

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Innojob – Messe der Gesundheitswirtschaft

Freitag, 19. August 2011 17:15 | Autor:

Die INNOJOB ist eine Fach- und Jobmesse der Gesundheitswirtschaft und findet in diesem Jahr in Karlsruhe statt. Sowohl Personenen aus dem Management oder Fachkraft im  Pflegedienst haben die Möglichkeit sich gezielt über Perspektiven bei einem eventuellen neuen Arbeitgeber zu informieren. […]

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Was sind Lernaufgaben?

Freitag, 8. Juli 2011 14:37 | Autor:

„Lernaufgaben sind im pädagogischen Arbeitsalltag meist als solche Arbeitsaufträge der Lehrenden an die  Lernenden beobachtbar, mit denen eine Lernerselbsttätigkeit in Gang gesetzt und in Gang gehalten werden soll, die auf eine Selbsterschließung von neuem Wissen und Können zielt“ (Krogoll 1998, S. 152). […]

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Berufswertigkeitsdiskussion: Berufliche – akademische Abschlüsse!?

Montag, 4. Juli 2011 21:16 | Autor:

An dieser Stelle möchte ich auf einen sehr interessanten und aktuellen Artikel eines Kommilitonen hinweisen. Dieser Beitrag beschreibt die „Wertigkeiten beruflicher und/oder akademischer Abschlüsse. Diese Diskussion wird auch immer wieder in den beruflichen Fachweiterbildungen angesprochen. Eine interessante Fragestellung, die vor allem alle zukünftigen Absolventen/Innen der Fachweiterbildungslehrgänge interessieren könnte. In dieser „Berufswertigkeitsdiskussion geht es um einen Niveauvergleich exemplarisch ausgewählter beruflicher Bildungsabschlüsse mit Hochschulabschlüssen.

Ich denke, hier tritt auch der Aspekt der Strategie des lebenslangen Lernens und Durchlässigkeit beruflicher Bildung wieder verstärkt in den Mittelpunkt. Empfehlenswert!!!

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Was sagt man dazu?

Montag, 4. Juli 2011 18:26 | Autor:

Laut taz.de rangiert Deutschland bei der Computerausstattung nur im Mittelfeld. Das besagt eine neue  Auswertung der Pisa-Studie (2011). Auch in der Fähigkeit mit dem Computer umzugehen bewegt sich Deutschland allenfalls im hinteren Mittelfeld (Auswertung der OECD). Viele der Schüler müssen ans heimische Netz, um sich Informationen zu suchen. Bei einem Vergleich, wie deutsche Schüler elektronische Medien verstehen und wie gut sie Informationen im Netz finden, hat Deutschland leider nicht teilgenommen. Südkorea war hier Spitzenreiter.

Allerdings erklärt Bildungsexperte Thomas Fuchs (Institut für Wirtschaftsforschung – Ifo) in einem  Artikel des Spiegel.online (2005), dass Schüler die mehr Computer nutzen (und aus vergleichbaren Verhältnissen stammen) dümmer sind. Eine sinnvolle Computernutzung kann nur den negativen Effekt aufheben, insofern die Schüler auch für die Schule arbeiten, so der Experte.

„In Computer zu investieren lohnt sich für Schulen nicht. Sie sollten besser Bücher kaufen.“

Und es geht noch weiter:

„Computerkenntnisse sind für den Arbeitmarkt nicht gerade ausschlaggebend.“

Was sagt man dazu ?

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Quo vadis? – Berufliche Weiterbildung mit Web 2.0?

Dienstag, 28. Juni 2011 20:29 | Autor:

Ist Web 2.0 gelebte Praxis in Unternehmen oder stehen Unternehmen und Mitarbeiter noch eher verhalten gegenüber  einer mittlerweile gängigen Kommunikations- und Interaktionspraxis?

Was ist Web 2.0? Dieser Begriff steht nicht nur für technologische Erneuerungen, sondern bezeichnet auch Phänomene wie Wikipedia, Weblogs und Networking-Plattformen und steht dabei für eine neue Autonomie und Interaktivität der Nutzer. Nicht mehr der passive Web 1.0 Informations-konsument, sondern der  engagierte Redakteur, Kommentator und Networker präsentieren das Web 2.0. Die zunächst mit dem privaten Bereich assoziierten Technologien finden verstärkt in gesellschaftlichen und beruflichen Zusammenhängen ihre Anwendung.

Ziel des Web 2.0 sind offene Webprojekte, Partizipation und soziale Netzwerkbildung, Verbreitung nutzergenerierter Inhalte, die Artikulation und Gestaltung des Selbst, sowie ein aktives selbstorganisiertes Lernen. All das spielt sich aktuell immer noch vorwiegend in informellen Kontexten ab, also außerhalb von Bildungsinstitutionen.

Die Frage stellt sich, inwieweit die Anwendungen der Mediengeneration Web 2.0 nicht nur für Freizeit und Hobby genutzt werden können, sondern auch didaktische Potenziale für die Aufgaben von Lehrenden und Lernenden, also die Förderung von Lernprozess und Lernumgebungen  mit sich bringen.

Wie kann das Web 2.0 mit seinen dazugehörigen Werkzeugen die Wissensarbeit und den Wissensarbeiter bei seiner Tätigkeit unterstützen?

Die fortwährende Dynamik die Web 2.0 Anwendungen auszeichnen, stellen das Bildungssystem vor eine enorme Anforderung auf diese Entwicklung zu reagieren. Diese Web 2.0 Philosophie erfordert ein Lernverständnis, das insbesondere aus konstruktivistischer Perspektive seit Jahren gefordert wird. Die Integration von Web 2.0 Technologien (z. B. Wikis, Weblogs, Communities usw.) alleine genügen jedoch nicht. Entscheidend dabei ist die Akzeptanz der durch Web. 2.0 zum Ausdruck kommenden neuen Lehr- und Lernformen.  Nach Kerres (2006, S. 4) erlangt das Web 2.0 in Bildungs-kontexten jedoch immer mehr Bedeutung. Danach ist die Grenze zwischen Autor und User gleichzusetzen mit der Lehrer- Lernenden – Beziehung, da nun der Lernende selber Inhalte zusammenstellen kann. Mit dem Netzverständnis und der angebotenen Social Software ist es möglich, eine neue Lernplattform zu schaffen, als Schnittstelle zwischen Internetwissen und Lernenden.

Müssen Unternehmen mit ihren Weiterbildungsangeboten umdenken?

Eine Infrastruktur, die aktiv kollaborative Techniken einsetzt, schafft zusätzliche Möglichkeiten informellen Lernens. Das ist für die klassische Weiterbildung bis heute schwierig, wenn man es bei abteilungs-übergreifenden Erfahrungsaustausch belässt. Aber das ist ja nur eine Seite. Top down lässt sich zwar die entsprechende Software implementieren, aber Nutzung und Teilhabe sind nur schwer zu verordnen. Der „Königsweg“ zur Web 2.0 Nutzung  ist vielmehr ein engagierter und aufgeschlossener Mitarbeiter, möglicherweise weil er privat engagiert ist und selbst einen Blog führt, oder die „Sache“ vorantreibt – und –  weil er von der Entwicklung überzeugt ist.

Mittelfristig müssen sich die Angebote und Leistungen möglicherweise verändern, das sich ja seit jeher auch als evolutionärer Prozess darstellt. Formale Lernformen wird es immer geben, auch Zielgruppen in Unternehmen die in einzelnen Gebieten Führung und Struktur brauchen. Die Entwicklung von Web 2.0 ist jedoch kein Hype und wird auch nicht verschwinden, sondern fest zum Alltag gehören – und darauf sollen wir die Lernenden vorbereiten!

 

Literaturverzeichnis:

Kerres, Michael (2006): Potenziale von Web 2.0 nutzen. In: Hohenstein, Andreas; Wilbers, Karl (Hrsg.): Handbuch E-learning. München: DWD.

 

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Neue Medien in der beruflichen Gesundheitsbildung!

Sonntag, 19. Juni 2011 15:24 | Autor:

Berufliche Weiterbildung muss  heutzutage mehr vermitteln als reine Fachkenntnisse. Deshalb wird berufliche Kompetenz  mittlerweile gleichgesetzt mit Handlungskompetenz, einer Kompetenz von Fach-, Methoden- und sozialer Kompetenz. Diese lässt sich vornehmlich am Arbeitsplatz erwerben und durch langjährige berufliche Qualifizierung. Damit verändern sich auch die Anforderungen an eine zeitgemäße berufliche Weiterbildung. Schnelle Anpassungsfähigkeit und Flexibilität der Inhalte sind notwendig.  Ein guter Indikator für die Innovationsfähigkeit der beruflichen Weiterbildung ist die Einbindung neuer Medien in das Methodenarsenal der Weiterbildungsinstitute. Sie können die traditionellen Angebotsformen (Kurse, Blockseminare usw.) ergänzen. Mit den neuen Informationstechniken und den Möglichkeiten von Multimedia wird das Lernen potenziell flexibel im Hinblick auf Zeit und Raum, was auch die Weiterbildungsmärkte mittelfristig umstrukturieren wird (Faulstich  2005, S. 655). Der Einsatz von Neuen Medien in der Weiterbildung wird zunehmend nicht nur als Hilfsmittel in institutionell gestützten Lehr- und Lernprozessen  eingesetzt, sondern zielgerichtet auch bei selbst organisierten Lernaktivitäten genutzt. Dadurch entstehen zunehmend Mischformen von Präsenz- und Medienlernen, das heisst, computerunterstützte Lernphasen (z.B. am Arbeitsplatz oder zu Hause) wechseln sich mit personalen Lernarrangements ab.

Wie die folgende Abbildung 1  verdeutlicht, sind beim Einsatz von E-learning zur Aus- und Weiterbildung jedoch deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Branchen zu erkennen:

Abb. 1: Ausgewählte Ergebnisse der Markstudie E-Learning (von Köllinger, Philip; Ross, Alexander)

Für Finanzdienstleistungsunternehmen war es, bedingt durch die ausgeprägte dezentrale Filialstruktur und die hohe Durchdringung der Arbeitsplätze mit PC´s naheliegend, Seminarkosten, ebenso wie Kosten, die durch die Abwesenheit vom Arbeitsplatz entstehen, einzusparen und den Mitarbeitern Schulungen zu neuen Produkten per CD-basierten Computer-Based-Training (CBT) zukommen zu lassen. Auch für Unternehmen der EDV-, Kommmunikations- und Medienbranche liegt es nahe, schon früh auf elektronische Lehr- und Lernformen zu setzen (Dittler & Jechle 2011, S. 421).

Ganz anders stellt sich die Situation für die Bereiche des Einzelhandels und des Sozial- und Gesundheitswesens dar. Diese Branchen fallen in der E-learning Nutzung deutlich zurück. Lediglich 5,8 % der Beschäftigten im Gesundheits-wesen arbeiten in Unternehmen in denen bereits E-learning angeboten wird.  Hier zeigt sich eine deutliche Kluft, bzw. „digitale Spaltung“  zwischen den E-learning Vorreitern und den Nachzüglern. Angesichts der technischen Ent-wicklung, der immensen Ansammlung von Informationen und die globale Entgrenzung der Kommunikation wird deshalb die Mediendiskussion immer mehr eine zentrale Herausforderung für die Weiterbildung, die neue Formen der Aneignung und Strategien der Vermittlung erfordern.

 

Literatur:

Dittler, Ullrich; Jechle, Thomas (2011): E-learning in der Aus- und Weiterbildung. In: Klimsa, Paul; Issing, J.Ludwig (Hrsg.): Online-Lernen. Handbuch für Wissenschaft und Praxis. München: Oldenbourg, S. 419-426.

Faulstich, Peter (2005): Weiterbildung. In: Cortina, Kai; Baumer, Jürgen; Leschinsky, Achim; Mayer, Karl Ulrich; Trommer, Luitgard (Hrsg.): Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland. Strukturen und Entwicklungen im Überblick. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.

 

 

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